Häfentheater

Häfentheater: ein Hörspaziergang an der Außenmauer des Grazer „Häfn“

Das Häfentheater ist ein digitaler Hörspaziergang. Er führt an der Außenmauer der Justizanstalt Karlau in Graz entlang und lässt von innen berichten: Die Texte stammen von gefangenen Menschen, die ihre eigenen Worte beigesteuert haben. Gehört wird vor Ort, allein und im eigenen Tempo.

Was man auf dem Rundgang hört

Eine Erzählstimme führt von Station zu Station, von einem Text und einem Interview zum nächsten. Der Spaziergang beginnt mit einer Einführung, die sich überspringen lässt, und geht über acht Stationen. Die Wiedergabe kann jederzeit angehalten und wieder aufgenommen werden. Dazu kommt Bonusmaterial in drei Teilen: Das Projekt, Danksagung und Interviews.

Hinter dem Aufbau steht das Prinzip der Teichoskopie, der Mauerschau: Erzählt wird von etwas, das sich nicht zeigen lässt. Draußen geht man an der Mauer entlang, drinnen sprechen die Menschen, über die berichtet wird. Wie das Stück entstanden ist und wer daran mitgewirkt hat, steht auf der Seite Infos zum Projekt.

Die Streichungen und das „Beep“

Die Justiz hat aus Sicherheitsbedenken einzelne Wörter und Halbsätze gestrichen. Wo im Hörspiel ein „Beep“ zu hören ist, fehlt eine solche Stelle.

Zu Station 7 gehört außerdem ein Text von Josua zum Nachlesen. Er wurde bewusst nicht aufgenommen, weil er Teil seiner Interviewaussagen ist. Die geschwärzten Stellen hat die Anstaltsleitung zum Schutz des Inhaftierten vorgenommen.

Ort und Dauer

Start und Ende liegen an der Haupteinfahrt der Justizvollzugsanstalt in der Hergottwiesgasse 50 in 8020 Graz. Der Rundgang dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Alles Weitere zur Anreise und zum Ablauf steht unter Infos zum Projekt.